Wer vor der Anfrage fünf Dinge klärt – Aufgabe, Zufahrt, Boden, Reichweite und Transport – bekommt schneller eine belastbare Empfehlung und vermeidet unnötige Maschinenwechsel.
1. Erst die Aufgabe, dann die Gewichtsklasse
Ein leichter Minibagger ist wendig und bodenschonend, hat aber weniger Reichweite und Losbrechkraft. Eine größere Maschine bewegt mehr Material, braucht jedoch mehr Platz und einen aufwendigeren Transport. Beschreiben Sie deshalb zuerst die konkrete Arbeit: Fundament ausheben, Graben ziehen, Wurzelstock entfernen, Abbruch oder Material verladen.
2. Die engste Stelle entscheidet
Messen Sie nicht nur die Einfahrt. Relevant sind auch Tore, Hauskanten, Dachüberstände, Kurven und der Platz zum Schwenken. Zur Maschinenbreite kommt je nach Situation Sicherheitsabstand hinzu. Fotografieren Sie Engstellen am besten aus zwei Richtungen.
Engste Durchfahrtsbreite, gewünschte Grabtiefe, Bodenart, ungefährer Materialumfang, Einsatzort und Zeitraum.
3. Grabtiefe ist nicht gleich komfortable Arbeitstiefe
Die maximale Grabtiefe aus dem Datenblatt beschreibt einen Grenzwert. Für produktives Arbeiten spielen auch Reichweite, Ablagepunkt des Aushubs und Böschung eine Rolle. Bei tiefen oder breiten Gräben sollte daher etwas Leistungsreserve eingeplant werden.
4. Das Anbaugerät gehört zur Auswahl
Löffelbreite, Sortiergreifer, Abbruchhammer oder Erdbohrer verändern Einsatzgewicht, Hydraulikbedarf und Arbeitsweise. Nennen Sie das gewünschte Ergebnis statt nur ein Werkzeug – oft lässt sich daraus die bessere Kombination ableiten.
5. Transport und Untergrund mitdenken
Maschinengewicht, Anhänger, Zugfahrzeug und Zufahrt müssen zusammenpassen. Auf empfindlichen Flächen können Schutzmatten oder eine leichtere Maschine sinnvoll sein. Bei Anlieferung benötigt Obermeir einen geeigneten, sicheren Übergabepunkt.
Kurzcheck vor der Anfrage
- Aufgabe und ungefähren Umfang beschreiben
- Engste Durchfahrt ausmessen
- Grabtiefe und Ablageplatz nennen
- Boden oder Material beschreiben
- Einsatzort und Zeitraum festlegen